Hochzeitsfotograf Stuttgart Bodensee Wilhelmsdorf Anna Jan 18

Winterhochzeiten am Bodensee

Winterhochzeiten am Bodensee: mit Jan und Anna

die beiden haben im März geheiratet, ihr dürft gerne rein schauen wie sowas aussehen kann.

Hochzeitsfotograf Stuttgart Bodensee Wilhelmsdorf Anna Jan 20

Im Sommer kann ja jeder Heiraten

Hey Fans&Friends,

Anna und Jan haben mich angeschrieben und gefragt, ob ich Erfahrung habe mit Hochzeiten im Winter. Um genau zu sein im März.

Klar habe ich die. In über zehn Jahren als Hochzeitsfotograf im Raum Stuttgart habe ich einige Hochzeiten außerhalb der Saison begleitet. Und meine ehrliche Antwort war: Macht das. Genau deshalb schreibe ich diesen Beitrag, weil die Frage inzwischen fast jede Woche kommt.

Den beiden habe ich einen essenziellen Tipp gegeben. 😄 Jacken mitnehmen und warme Klamotten drunter. Da hat Anna natürlich einen entscheidenden Vorteil gegenüber Jan. Aber auch der hat vorgesorgt am Tag der Tage.

Warum eine Winterhochzeit oft die bessere Entscheidung ist

Die Jahreszeit zum Heiraten muss nicht der Sommer sein. Das Ganze kann auch einfach im Winter passieren, und es gibt ein paar richtig gute Gründe dafür.

Ihr bekommt die Dienstleister, die ihr wirklich wollt. Im Juni sind die guten Fotografen, Floristen und DJs zwei Jahre im Voraus weg. Im Januar oder Februar habt ihr freie Auswahl. Ich sag das als jemand, der im Sommer selbst absagen muss, obwohl ich gerne dabei gewesen wäre.

Der Preis kann geringer ausfallen. Viele Locations haben eine Nebensaison-Preisliste. Bei manchen sind das ein paar hundert Euro Unterschied, bei anderen deutlich mehr. Fragt einfach direkt danach, das steht selten auf der Website.

Die Locations haben viele freie Termine. Und damit meine ich nicht die Reste, sondern euren Wunschtag. Samstag im Februar? Kein Problem. Samstag im August? Viel Glück.

Schaut Euch also an, welche Termine für Euch am besten passen, und fragt bei Euren Dienstleistern an. Ihr werdet überrascht sein, wie entspannt so eine Planung plötzlich läuft.

Was ihr im Winter anziehen solltet

Der Punkt, an dem die meisten zu spät denken. Ein Brautkleid ist nicht für Minusgrade gemacht, und niemand sieht auf Bildern gut aus, wenn er innerlich zittert.

Für die Braut funktioniert eine Stola, ein Faux-Fur-Cape oder ein schlichter Bolero über dem Kleid richtig gut. Das lässt sich für Fotos in zwei Sekunden abstreifen und danach wieder anziehen. Wärmende Strumpfhose drunter, das sieht keiner. Und Schuhe, in denen ihr auf feuchtem Boden sicher steht.

Für den Bräutigam: Mantel statt Jackett für draußen, dünne Handschuhe, warme Socken. Klingt unromantisch, macht aber den Unterschied zwischen einem lockeren Shooting und schnell durch.

Ein Tipp aus der Praxis: Packt ein zweites Paar Schuhe und ein Handtuch ins Auto. Nasse Füße killen jede Stimmung.

Das Licht im Winter, und warum euer Zeitplan anders aussehen muss

Das ist der Teil, den ich als Fotograf am spannendsten finde.

Im Winter geht die Sonne früh unter. Bei uns in der Region ist im Dezember gegen halb fünf Schluss. Das heißt für euren Ablauf: Das Brautpaarshooting muss deutlich früher liegen als im Sommer. Wenn ihr um 14 Uhr getraut werdet und danach in Ruhe Sekt trinken wollt, wird es für Fotos draußen knapp.

Der Vorteil: Die Golden Hour ist im Winter nicht abends um halb neun, sondern am Nachmittag. Ihr müsst euch nicht mitten aus der Feier stehlen. Das Licht ist tief, weich und golden, genau dann, wenn ihr sowieso Zeit habt.

Und dann kommt der Abend. Kerzen, Lichterketten, Feuerschale draußen, drinnen warm. Diese Stimmung kriegt ihr im Juli einfach nicht hin. Anna und Jan hatten ein Zelt und ein Lagerfeuer, das ihre Liebsten organisiert haben. Die Kids hatten ihren Spaß mit den Konfettikanonen. 😄 Ich sag Euch, Winterhochzeiten am Bodensee haben ihren Charme.

Wie Bilder bei Kälte trotzdem entspannt entstehen

Ich plane im Winter anders. Statt einem langen Shooting mache ich lieber zwei oder drei kurze. Zwanzig Minuten raus, rein, aufwärmen, später nochmal. So bleibt ihr locker und die Bilder sehen nicht nach durchhalten aus.

Das Licht an bedeckten Wintertagen ist übrigens ein Geschenk. Weich, gleichmäßig, keine harten Schatten im Gesicht. Kahle Bäume, Nebel über dem Wasser, gedämpfte Farben. Bei Anna und Jan haben wir am Wasser und im Birkenwald fotografiert, und diese Bilder haben eine Ruhe, die im Hochsommer so nicht entsteht.

Schaut Euch die Bilder unten an und sagt mir, ob das nicht eine tolle Hochzeit war. Danke Euch beiden für Euer Vertrauen.

Heiraten im Winter rund um Stuttgart und am Bodensee

Bei uns in Baden-Württemberg ist der Winter selten weiß, öfter grau und nass. Das klingt erstmal weniger romantisch, ist es aber nicht.

Wichtig ist ein Plan B. Sucht euch eine Location mit schönem Innenbereich, großen Fenstern oder einer überdachten Terrasse. Dann ist es egal, was draußen passiert. Rund um Stuttgart, im Remstal und Richtung Bodensee gibt es genug Häuser, die genau dafür gebaut sind.

Und falls ihr wirklich Schnee wollt: Dann geht es in die Berge. Österreich oder Südtirol im Schnee hat auch was Tolles. Wie es dort aussieht, seht ihr in meiner Galerie von den Dolomiten. 

Ist Heiraten im Winter günstiger?

Oft ja. Viele Locations und Dienstleister haben eine Nebensaison-Preisliste, weil zwischen November und März deutlich weniger los ist. Fragt gezielt danach, es steht selten auf der Website.

Wann sollte das Brautpaarshooting im Winter stattfinden?

Deutlich früher als im Sommer. Weil die Sonne je nach Monat schon zwischen halb fünf und halb sechs untergeht, liegt das beste Licht am frühen Nachmittag. Plant das Shooting direkt nach der Trauung oder in den Sektempfang hinein.

Was zieht man als Braut bei einer Winterhochzeit an?

Über das Kleid kommt eine Stola, ein Cape oder ein Bolero, darunter eine wärmende Strumpfhose. Alles, was sich in Sekunden ab- und wieder anlegen lässt. Dazu Schuhe mit Profil, weil der Boden im Winter oft feucht ist.

Braucht man für eine Winterhochzeit unbedingt Schnee?

Nein. In Baden-Württemberg ist Schnee ohnehin nicht planbar. Bedeckte Wintertage liefern weiches, gleichmäßiges Licht, das Gesichtern schmeichelt. Wer Schnee garantiert haben will, plant eine Berghochzeit in Österreich oder Südtirol.

Was, wenn es an unserem Wintertermin regnet?

Dann weicht ihr nach drinnen aus und nutzt kurze trockene Fenster für Bilder. Deshalb lohnt sich eine Location mit gutem Innenbereich. Ein erfahrener Fotograf hat für so einen Tag immer einen Plan B im Kopf.

Mein Vorschlag

Möchtet Ihr mehr Infos und Tipps? Dann schreibt mich gerne an, da kann ich Euch sicherlich helfen. Ich gehe mit Euch den Ablauf durch, sage Euch ehrlich, wann im Winter das Licht am besten ist, und ob eure Wunsch-Location für die Jahreszeit taugt.

Jetzt seid Ihr dran: Würdet Ihr im Winter heiraten, oder muss es für Euch der Sommer sein? Schreibt es mir, ich bin gespannt.

Liebe Grüße, Euer Sven